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Von Hoffnung über Sehnsucht zur Freiheit




Es war zur Zeit der Kreuzzüge, als viele junge Männer ihr Glück in fernen Ländern suchten. Frohen Mutes bestiegen sie ihre Pferde und folgten den verschiedensten Königen, um zu Ruhm und Reichtum zu gelangen. Es vergingen viele Jahre, und so mancher kehrte nicht mehr an den Ort seiner Geburt zurück. Der Rest von ihnen lief den anfänglichen Träumen nach, aber sie fanden stattdessen nichts anderes als Leid und Elend.

Einigen von ihnen war das Schicksal gnädig und ließ sie unversehrt den Rückweg in ihr Heimatland antreten. Drei von ihnen, Berthold, Gunter und Silvester, ihre Familiennamen sollen bewußt unbenannt bleiben, gehörten auch zu jenen desillusionierten Rittern, die sich dazu entschlossen hatten, in den Schoß ihrer Familie zurückzukehren. Es war in der Nähe der heutigen Stadt Triest, als sie ihr Lager aufschlugen, um zu nächtigen. Der vergangene Tag war sehr anstrengend für Roß und Reiter gewesen, und die drei Ritter hatten kaum noch Kraft, ihr Lager herzurichten. Zum Schluß legten sie ein paar Steine zu einem Kreis zusammen und entfachten darin ein Feuer, welches sie aufwärmen sollte, denn die Jahreszeit war schon weit in den Winter vorgerückt.

An diesem Abend redeten sie nicht viel. Jeder knabberte an etwas Essbarem, was er in seinem Beutel noch finden konnte, herum und gemeinsam starrten sie in die immer größer werdenden Flammen. Diese zuckten vor ihren Augen hin und her und führten die wildesten Tänze auf. Dabei bemerkte keiner der drei, daß sie mit der Zeit immer mehr ihr Gefühl zu ihrer Umwelt verloren. Fasziniert vom Schauspiel der Flammen, interessierte es keinen der Ritter, was um sie herum vor sich ging. Infolgedessen registrierten sie auch nicht, wie sich ein alter Mann dem Feuer langsam näherte, sich neben die Ritter setzte und sodann begann, sich seine Hände an der Wärme des Feuers aufzuwärmen.

Erst als er sagte:
"Guten Abend, edle Ritter, ich hoffe, Ihr habt nichts dagegen, daß ich mich zu Euch setze."
wurden sie aus ihren Träumen gerissen und schauten erstaunt zu ihrem Gast hinüber. Keiner der drei machte Anstalten, sein Schwert zu ziehen, obwohl sie instinktiv nach dem Griff faßten, denn sie hatten sofort gespürt, daß von diesem Menschen in diesem Moment keine Gefahr ausging. Darüber waren sie auch sehr froh, denn ein Kampf wäre das allerletzte gewesen, was sie jetzt gewollt hätten. Zu viel Blut und Elend hatte sie in den vergangenen Jahren gesehen, als das sie jetzt danach sehnen würden, einem alten Mann das Leben zu nehmen.

"Ich bin wirklich froh, daß ich Euch noch getroffen habe." sagte der alte Mann mit ruhiger tiefer Stimme. "Ich hatte schon befürchtet, Euch verpaßt zu haben."

"Uns verpasst ?" wiederholte Gunter, der kleinste der Ritter, aber dafür mit dem Umfang von zwei seinesgleichen und verengte dabei seine Augen zu Schlitzen. "Wir sind doch nur auf der Durchreise und keiner konnte wissen, daß wir hier übernachten würden." Argwohn stieg nun auch bei den beiden anderen Rittern auf.

"Das stimmt, ...." antwortete der alte Mann, ohne sich auf irgendeine Weise von dieser Aussage überrascht zu fühlen. "... aber ich habe Euer Feuer von weit her gesehen, und es hat mir als Orientierung gedient. Wäre es ausgegangen, hätte ich Euch nicht mehr finden können und ich hätte keine Gelegenheit mehr gehabt, mir meine Hände aufzuwärmen."

Mit dieser Erklärung waren die drei Ritter einverstanden und ließen es auf sich beruhen. Sie waren auch viel zu müde, um sich mit dem alten Mann lang und ausgiebig zu unterhalten. Außerdem war sich jeder einzelne Ritter darüber im klaren, daß eine Falle bestimmt schon zugeschnappt hätte, wenn der alte Mann ein Lockvogel für Wegelagerer gewesen wäre. Außerdem sprach der alte Mann für einen Lockvogel viel zu gewählt und gebildet. Also wurde der Argwohn wieder verbannt und sie starrten erneut in die Flammen des Feuers. Der alte Mann spürte, daß sich die Lage wieder entspannt hatte und sagte sodann mit sanfter Stimme:

"Ich kann mir vorstellen, daß Ihr von Eurer Reise sehr ermüdet seid. Da ich kein Essen habe, welches ich Euch anbieten kann, so mache ich Euch den Vorschlag, eine Geschichte zu erzählen, die sich von einiger Zeit zugetragen hat. Auf diese Weise kann ich mich für Eure Freundlichkeit, an Eurem Feuer sitzen zu dürfen, erkenntlich zeigen."

"Nur zu, alter Mann." antwortete Silvester, ein hager Mann mit spitz zulaufendem Kinn, welches jedoch zum Teil durch einen Bart verdeckt wurde. "Wir waren so lange von Zuhause fort, daß wir uns gar nicht mehr daran erinnern können, wann wir das letzte Mal eine Geschichte aus unserer Heimat gehört haben. Während der vergangenen Jahren haben wir entweder immer wieder unsere alten Geschichten wiederholt oder, wenn wir jemanden von den Ungläubigen trafen, der unsere Sprach konnte, dann haben wir uns von ihm etwas erzählen lassen. Aus der Heimat haben wir jedoch selten Neuigkeiten bekommen."

"So will ich beginnen." erwiderte der alte Mann. Er setzte sich in Richtung der drei Ritter, um ihnen direkt ins Gesicht gucken zu können. Diese hatten sich ihrerseits auch ein wenig zurechtgerückt und schauten ihn nun mit großer Erwartung an. Der alte Mann verschloß noch kurz seinen Mantel vor der Brust, um damit sein Körper noch besser gegen die immer stärker aufkommende Kälte schützen und begann dann zu erzählen:

"Es geschah vor vielen Jahren. Zu dieser Zeit gab es nicht sehr viele Menschen auf dieser Erde, aber dafür um so mehr Tiere jeglicher Art, die heute schon lange nicht mehr anzutreffen sind. An einem verregneten Tag saß der junge Drache Theseus in seinem Unterschlupf und schaute sich das ganze Geschehen vom Trockenen aus an. Im Grunde hätte ihm der Regen ja nichts ausgemacht, aber wenn es sich vermeiden ließ, zog Theseus die Trockenheit vor. Schon seit Stunden regnete es unaufhörlich und der Himmel schien nicht die geringsten Anstalten zu machen, die Wolken in eine andere Gegend zu schicken, um dort das Wachstum der Bäume und Pflanzen mit seinem Wasser zu fördern.

Theseus wußte, daß es um diese Jahreszeit immer wieder zu langen Regenfällen kommen konnte, aber ausgerechnet heute hatte er sich vorgenommen, eine Runde spazieren zu fliegen. Anscheinend sollte es nicht sein, es sei denn, er würde einen durchnäßten Körper in Kauf nehmen. Theseus starrte aus seiner Höhle und schaute ab und zu den Regentropfen zu, die sich am oberen Rand seiner Höhle bildeten. Dann, wenn sie schwer genug waren, ließen sie sich plötzlich und ohne Ankündigung fallen, um letztendlich auf dem Boden zu zerschlagen. Theseus schaute sich dieses Schauspiel eine Weile lang an und kam dann zu der Überzeugung, daß so ein Wassertropfen doch ein sehr kurzes Leben hatte. Viel zu kurz, um die Gelegenheit zu nutzen, das gerade gewonnene Leben richtig zu genießen. Wenn nicht gerade ein Blatt in der Nähe war, welches den Tropfen auffangen konnte, war sein Leben schneller beendet, als es gedauert hatte, es entstehen zu lassen.

Bei diesen Gedanken erinnerte sich Theseus daran, daß sein Leben im Grunde recht eintönig war. Sicherlich gab es jede Menge Abwechslung, aber es war nicht das, was er wirklich suchte. Die Frage, was er überhaupt suchte, konnte er zwar auch nicht beantworten, aber er war sich sicher, daß er es wissen würde, wenn es ihm widerführe. Während Theseus über alles nachdachte, sah er plötzlich einen Schatten an seiner Höhle vorbeihuschen. Dies riß ihn unsanft aus seinen Tagträumen und er zuckte mit seinem Kopf nach oben, um den Schatten zu folgen.

"Was war denn das ?" sagte er zu sich und reckte dabei seinen Kopf ein wenig aus seiner Höhle heraus, wobei der vordere Teil seines Gesichts dabei schon naß wurde. "Kann es sein, daß da gerade ein Artgenosse vorbei geflogen ist ?"

Theseus zweifelte. War dies vielleicht eine Sinnestäuschung gewesen ? War vielleicht der Wunsch der Vater des Gedankens ? Oder hatte er wahrhaftig einen anderen Drachen an seiner Höhle vorbeifliegen sehen ? Drachen bevölkerten zwar viele Landstriche dieser Erde, aber sie waren nicht in so großer Zahl vertreten, daß man an jeder Ecke einem über den Weg lief oder auch flog. Also wollte Theseus die Gelegenheit am Schopfe packen und versuchen, mit diesem Drachen ein paar Worte zu reden. So von Drache zu Drache eben. Er kletterte aus seiner Höhle hinaus und machte sich mit dem Gedanken vertraut, nun richtig naß zu werden, als ihn eine Stimme von seinem Start in die Lüfte Abstand nehmen ließ:

"Hallo, hast Du dort unten eine Höhle, in der ein mich ein wenig aufwärmen und abtrocknen kann ?"

Zunächst zuckte Theseus ein bißchen zusammen, doch als er sich wieder gefaßt hatte, drehte es ich um und blickte schräg hinter sich nach oben. Weit oben auf dem Gipfel dieses Felsens sah er den anderen Drachen stehen. Nur, war es kein männlicher Drache, sondern ein Weibchen. Beides erzeugte bei Theseus eine kleinen Aussetzer im Denkprozeß, so daß es einen klitzekleine Weile dauerte, bis er antworten konnte.

"Aber sicherlich habe ich hier unten eine Höhle. Wenn Du willst, kannst Du herunterkommen."

Kaum hatte er diese Worte ausgesprochen, schwang sich das Drachenweibchen in die Luft und mit nur einem Anlauf fand sie sofort den Eingang in Theseus´s Höhle. Nachdem sie ein paar Schritte in die Höhle hinein gemacht hatte, stellt sie sich vor:

"Mein Name ist Anastasia. Und wer bist Du ?"

"Ich bin Theseus."

"Es freut mich, Dich kennen zu lernen." erwiderte Anastasia mit freundlicher Stimme. "Es ist schon eine ganze Weile her, daß mir ein Artgenosse über den Weg geflogen ist."

Auf diese lockere Weise begann eine Unterhaltung zwischen den beiden, die erst nach vielen Stunden dadurch unterbrochen wurde, daß beiden plötzlich bewußt wurde, daß ihr Magen unbedingt Nachschub brauchte. Theseus übernahm diese Aufgabe als Gastgeber und verschwand für eine halbe Stunde aus der Höhle. Als er zurückkam, hatte er eine Beute in seinen Klauen, die für beide ausreichend war.

Nach dem Essen setzten die beiden ihre Unterhaltung fort und irgendwann mitten in der Nacht, kamen sie zu der Überzeugung, daß es eine gute Idee wäre, wenn Anastasia sich eine Höhle in der näheren Umgebung suchen würde, damit sie sich auch in Zukunft öfters treffen könnten. Eigentlich hatte Anastasia nicht vor, in dieser Region zu bleiben, aber eine innere Stimme sagte ihr, daß es sich um einen guten Vorschlag handeln würde. Außer dem Regen sprach nämlich nichts dagegen, in dieser Gegend zu bleiben. Ihr Leben würde im übrigen noch lange genug dauern, um noch die vielen anderen schönen Plätze auf dieser Erde zu besuchen.

Der nächste Tag bescherten den beiden Sonnenschein, und so schwangen sie sich frohen Mutes in die klare Luft und hielten Ausschau nach einer passenden Unterkunft für Anastasia. Es dauerte eine ganze Weile, bis sie fündig würden. Aber dafür sagte diese Höhle Anastasia sofort zu. Kaum hatte sie die Höhle in Augenschein genommen, hatte sie auch überhaupt kein Bedürfnis mehr, weiter zu suchen. Diese Höhle lag ungefähr eine halbe Stunde Flugzeit von Theseus´s Unterschlupf entfernt und so waren sie sich beide bewußt, daß sie sich nicht jeden Tag über den Weg fliegen würden. Das war auch gut so, denn keiner wollte dem anderen auf die Nerven gehen. Sonst bestand die Gefahr, daß man sich zu schnell überdrüssig werden würde.

Die Zeit verging. Monate strichen ins Land und Theseus und Anastasia trafen sich mehr oder weniger zwanglos ein bis zwei Mal in der Woche, um sich gegenseitig ihre Erlebnisse zu erzählen. Es war jedesmal eine schöne Zeit und beide genossen es sehr. Mittlerweile war es schon Frühling geworden, als eines Tages etwas Unvorhergesehenes passierte. Eigentlich war es ein Tag wie jeder andere. Theseus und Anastasia trafen sich zu einem Rundflug und sie hatten sehr viel Spaß bei ihren Kapriolen in den Lüften. Kurz bevor sie sich an diesem Tag jedoch trennten, machten sie noch einmal Rast und verschnauften für einen Moment. Dabei lachten sie viel, doch dann ...

Dann passierte es. Theseus wußte nicht, wie ihm geschah. Er registrierte einen Blick aus Anastasia´s dunkelbraunen Augen, und in diesem Augenblick bildete sich einen gewaltige Gänsehaut auf seinem Körper. Als ob ein Mensch eine lange Lanze in seinen Körper gebohrt hätte, so spürte er dieses Gefühl in seinem ganzen Körper. Noch nie hatte er eine solche Gefühlsregung verspürt. Es schien, als ob alle Nerven in ein und demselben Moment verrückt spielten.

"Was war denn da gerade geschehen ?" fragte sich Theseus. "Das ist mir ja noch nie passiert."

Anastasia gegenüber ließ er sich natürlich nichts anmerken. Er wollte diese Empfindung auch nicht zur Sprache bringen, denn er befürchtete, daß sie es falsch verstehen und sich dann nicht mehr mit ihm treffen würde. Theseus entschloß sich, diesen Blick einfach ignorieren. Ihn übersehen und als nicht gesehen abtun.
Zu seinem Leidwesen gelang es ihm aber nicht, dieses kleine, aber einzigartige Erlebnis aus seinem Gedächtnis zu streichen. Immer wieder mußte er sich an diesen einen kleinen Augenblick in seinem Leben erinnern. Selbst beim Fliegen konnte er von nun an keinen klaren Gedanken mehr fassen. Immer wieder schwirrten seine Gedanken ab und empfanden immer wieder dieses einzigartige Gefühl nach. Das führte sogar so weit, daß er eines Nachts beinahe in einem Baumgipfel hängen geblieben wäre, da er vollkommen abwesend nicht mitbekommen hatte, wie tief er bereits hinunter gekommen war.

Während der folgenden Treffen mit Anastasia, die sich über Wochen hinzogen, versuchte er redlich, sich keine Veränderung anmerken zu lassen. Ob es ihm seinerzeit gelungen war, steht noch heute in den Sternen, denn Drachendamen hatten schon immer ein ganz besonderes Gefühl für Veränderungen in ihrer Umwelt. Theseus entschloß sich aber, daran zu glauben, denn auf diese Weise würde er nicht in Erklärungsnot gelangen. Schizophren, wie Drachenmännchen nun mal sind, wollte er natürlich nicht wahrhaben, was da mit ihm geschehen war, aber auf der anderen Seite verspürte er einen ungemeinen Drang, sich in Anastasia´s Nähe aufzuhalten. Er zählte förmlich die Stunden, die noch verstreichen mußten, um sie wiedersehen zu können. Leider ließ sich die Zeit aber nicht beschleunigen, und so wurde so mancher Tag zur Tortur. Um sich den Leidensweg zusätzlich zu erschweren, nutzte Theseus die Zeit zwischen den Treffen und malte sich in seiner Phantasie aus, was er alles mit diesem Drachenweibchen unternehmen würde, wenn ... tja, wenn ...

"Warum hat sich dieser Drache denn seine Angebetete nicht einfach genommen " fragte plötzlich Silvester, der damit die Erzählung des alten Mannes unterbrach.

"Edler Herr, Sie haben recht, er tat es nicht, denn ich vergaß zu erwähnen, daß dieses Drachenweibchen sich während dieser vielen Monate, die sie mit Theseus befreundet war, sich einen anderen Drachen versprochen hatte und somit für Theseus unerreichbar geworden war."

"Dann hätte er um sie kämpfen müssen." sagte nun Gunter. "... in einen Kampf Mann gegen Mann kann diese Angelegenheit doch schnellstens behoben werden."

"Es mag sein, daß dies bei Euch, edle Ritter, so gehandhabt wird, aber den Drachen verbot ihr Ehrenkodex, sich gegenseitig zu bekämpfen." erklärte der alte Mann.

"Und was hat der Dummkopf denn dann gemacht ?" fragte Silvester.

"Nun, er lebte mit der Hoffnung, daß sich vielleicht irgendwann einmal die Situation ändern würde. Seit diesem Tag wußte Theseus allerdings auch, was ihm immer gefehlt hatte, .... die Sehnsucht, die sich durch diese Hoffnung ernährte."

"Hhm." bemerkte nun Berthold, der dritte im Bunde. "Eine nette Geschichte, aber sie stimmt uns eher traurig, als heiter. Eigentlich bevorzugen meine Freunde und ich Geschichten, die unser Gemüt erheben. Deine Geschichte war hingegen eher dazu geeignet, uns einen Kloß im Hals zu erzeugen."

"Das stimmt, edler Ritter." erwiderte der alte Mann und stand dabei auf. "Ich hatte zu Beginn aber mit keinem Wort erwähnt, daß es sich um eine humorvolle Geschichte handeln würde. Ich hielt es für angemessener, Euch etwas zu erzählen, was ihr in den letzten Jahren Tag ein Tag aus erlebt habt. Von der Hoffnung, zu überleben und von der Sehnsucht, nach Hause zu Euren Familien zurückzukehren."

Kaum hatte der alte Mann diese Worte gesprochen, drehte er sich auf seinem Absatz um und entfernte sich vom Feuer. Kurz bevor seine Gestalt in der Dunkelheit der Nacht verschwand, wandte er sich noch einmal an die Ritter und sagte:

"Ich wünsche Euch eine erholsame Nacht und hoffe, daß Ihr in Zukunft die Sehnsucht aus Euren Gefühlen verbannen könnt, denn dann seid ihr frei und könnt Euch unbeeinflußt allen Taten widmen, die Euch in den Sinn kommen. Der Erfolg dieser Taten wird dann nicht auf sich warten lassen."

Dann machte der alte Mann erneut kehrt und verschwand für immer.

geschrieben von:
Thomas Zodrow
Copyright 2001 by Thomas Zodrow







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